So, das Eurotelefonat hat nicht soooo lange gedaert ;) und trotzdem komme ich erst jetzt dazu die Fortsetzung zu schreiben.
Den naechsten Tag praesentierte sich die Sonne in Baños, so dass es formlich danach schrie das Radvorhaben nachzuholen.
Das wurde dann auch so durchgefuehrt :). Die Raeder der Radverleiher wurden auf den Lebensnotwendigen Bremsbelag und allgemeine fahrtuechtigkeit geprueft und schon fuhren wir zu 4t los, die Iren die Hollaenderin und ich. Die ersten Kilometer waren vom Downhillriding gepraegt ... einfach haerrlich ... Sommer, Sonne, Fahrtwind etc. alles war perfekt.
Das hielt jedoch auch die ersten 3 Kilometer so, bis an einem der Frauenbikes die Schaltung wegbrach. Die Frauen kehrten also um und ueberliessen uns weiter zu fahren.
Also doch wieder Sommer, Sonne ... doch diesmal eben ohne Frauen. Das war auch kein Problem, denn so hatten wir freiraum etwas mehr Energie springen zu lassen. Damit will ich jetzt nicht sagen, dass Fraeun keine Power haben, jedoch, wenn zwei Maenner eine Fahrradtour unternehmen, sieht das eben etwas anders aus.
Unser Ziel war Puyo, bis dahin erwarteten uns 61 spannende Kilometer. Auf der Fahrt kamen wir an einigen Cascadas (Wasserfaellen) vorbei, unter anderem auch an dem Diabolo-Wasserfall (anscheinend wird hier alles extreme mit Diabolo benannt). An dem Diabolowasserfall machten wir einen Halt, ein junger Herr winkte uns schon auf der Strasse herbei um fuer die Strecke zum noch nicht sichtbaren Wasserfall zu werben. Anfangs dachte ich, dass das mal wieder eine lahme Turifalle ist,deshalb liess ich mir ein Bild zeigen. Das bestaetigte, dass der Wasserfall wirklich gross sein musste.
Wir mussten eine laengere Strecke ab von der Strasse zum Wasserfall laufen, doch was uns dort erwartete, enschaedigte den Weg. Der Wasserfall erwartete uns mit gewaltigem Droehnte, was jeh naeher wir kammen immer mehr zunahm, auch die Feuchtigkeit war nun nicht mehr zu uebersehen. Wir konnten fuer einen Eintritt auf Terassen, ganz nahe dem Wasserfall, gehen. Diese waren jedoch nicht Terassen die mit Kaffetrinkenden Safarikleidung tragenden Rentnern belegt waren, sondern nur immer kurz von mutigen Leuten betreten und von begossenen voellig durchtraenkten aber stolzen verlassen wurden.
Es war auch moeglich durch enge Felsspalten und kleine Treppchen bis hinter den Wasserfall zu gelangen. Das war die krakselei durch die Felsen dann aber auch wert, denn so ein Bild bekommt man nicht alle Tage, hinter einem Wasserfall zu stehen.
Nachdem wir nun diesen Wasserfall besucht hatten gingen wir nass aber stolz zurueck zu unseren Fahrraedern assen ein schlechtes Almuerzo und fuhren weiter. Auf der weiteren Strecke begegneten wir einer Unzahl von huebschen Schmetterlingen Adlern und Gelben Voegeln und Landschaftsformen. Jeh naeher wir jedoch Puyo kamen desto beschwerlicher wurde die Fahrt da sich nun die beschwerlichen Uphills mehrten und die Beine mehr und mehr dabei schmerzten :).
Doch wir haben es bis in die Daemmerung dann erschoepft aber gluecklich nach Puyo geschafft. Dort haben wir uns dann sammt unseren Bikes in einen Buss geschmissen und sind zurueck nach Baños gefahren.
Das war meine letzte Sportaktion in Baños, da ich den Naechste Tag (zwar erst Abends) ab nach Riobamba fuhr.
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